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Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa

Sally Perel zu Gast am 05.10.2012

Schalom! Ein einzigartiger Gast am BSZ.

In der Aula des BSZ TW enpfingen am Freitag, den 5. Okrober 2012, die Schüler und Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule Sally Perel, einen der letzten Holocaustzeugen.

Er berichtete uns von seiner unbeschwerten Kindheit, den Jahren in einem sowjetischen Waisenhaus und seinem unfreiwilligen Aufstieg in der Hitlerjugend als Joseph Peters. Das nahezu Unglaubliche an seinem Leben: Er ist Jude und hatte sich als Volksdeutscher ausgegeben, um dem Tod zu entgegen. Ständig musste er damit rechnen, dass seine wahre Identität aufgedeckt würde. Fesselnd erzählte er uns, wie er diese für ihn scheinbar nie enden wollende, vierjährige Hölle überstehen konnte.

Die Tatsache, als streng gläubiger Jude für Hitler und gegen das eigene Volk gekämpft zu haben, betrachtet er bis heute als den problematischsten Teil seines Lebens.

Er wollte kein Mitleid von uns, sondern einen Appell an uns richten: Eindringlich forderte er uns Zuhörer auf, gegen Rassismus einzutreten und seine Geschichte und die Wahrheit über die NS-Zeit weiter zu geben. „Durch mich seit ihr jetzt auch Zeitzeugen. Tragt diese Wahrheit weiter!“ - Gerade in Sachsen, wo die NPD erneut Sympathien für nationalsozialistisches Gedankengut sammelt, zeige sich, wie wichtig es ist, die Jugend zu kritischem Denken zu ermutigen.

Trotz des ernsthaften Themas schaffte es der in seinem Herzen jung gebliebene 87-jährige Sally Perel die ca. 150 Schüler über mehr als zwei Stunden mit seiner ungewöhnlichen Lebensgeschichte und seiner fesselnden Vortragsweise zu beeindrucken.

Nach seinem Vortrag nahm sich Sally Perel viel Zeit für Fragen des Publikums sowie für das Signieren seiner Bücher.