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Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa

Projektinhalt

Das BSZ für Technik und Wirtschaft Riesa hat im Rahmen des EU-Förderprogrammes Erasmus+ einen Projektantrag zur bilateralen Zusammenarbeit mit dem IIS "Luigi Cerebotani" Lonato gestellt.

Der Projekttitel lautet:
"Am Anfang war Eisen" - Ein Projekt zur Dokumentation der geschichtlichen Entwicklung der Stahlproduktion in Riesa und Lonato.

Zusammenfassung des Projektes:
"Am Anfang war das Eisen" - 1725 wird in Riesa erstmalig Eisen produziert. 1843 beginnt die Errichtung eines Eisenhüttenwerks in Riesa und es werden die technischen Voraussetzungen für die Stahlproduktion geschaffen. Bis zur politischen Wende 1990 ist das Stahlwerk Riesa größter Arbeitgeber in der Region. Aufgrund der technisch veralteten Anlagen sowie des Zusammenbruchs traditioneller Absatzmärkte im Ostblock hat das Stahlwerk 1990 keine Chance des Überlebens. Der größte Arbeitgeber in Riesa  entlässt 10.000 Arbeiter in die Arbeitslosigkeit.

In der Lombardei/Italien im Raum Brescia beginnt die Eisen- und Stahlproduktion 1954. Die Geschichte der Feralpi-Gruppe beginnt 1968 mit der Gründung eines neuen Stahlstandorts in Lonato.

1992 sind es die Investitionen der Feralpi-Gruppe am Standort Riesa, die zur Wiedergeburt eines Stahlstandorts alter Tradition unter der Firmenbezeichnung Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH führen. Riesa feiert den Eintritt in ein neues Zeitalter der Stahlproduktion.

Nach Rücksprache mit der Geschäftsführung der Feralpi-Stahlwerke und dem Stadtmuseum Riesa besteht großes Interesse an der geschichtlichen Aufarbeitung der Entwicklung der Stahlindustrie in Riesa und Lonato. Das Projekt-Thema "Am Anfang war das Eisen" ist für beide Schulen in Riesa und Lonato interessant und hilfreich, wenn unsere Schüler parallel die Geschichte der beiden Stahlstandorte Riesa und Lonato beschreiben. In verschiedenen Aktionen werden einzelne Gruppen historische Dokumente sichten, Zeitzeugen befragen, in Workshops die Ergebnisse austauschen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung herausarbeiten und die Ergebnisse in einer abschließenden Ausstellung in Riesa und Lonato präsentieren. Begleitende Schüleraufträge befassen sich mit Metallurgie, Technologie und Umweltschutz der Stahlproduktion im Laufe der Geschichte.     

Die Schüler beschäftigen sich über den gesamten Projektzeitraum intensiv mit der geschichtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Heimat- und Partnerlandes. Durch das gewählte Thema erleben die Schüler hautnah was Geschichtsentwicklung in ihrem unmittelbaren Umfeld bedeutet. Sie erkennen die Zusammenhänge von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie werden sich kritisch mit der Rolle der Stahlindustrie in den beiden Weltkriegen auseinandersetzen. Die Schüler sollen aber auch erkennen, wie wichtig eine starke industrielle Entwicklung für den technischen Fortschritt und den gesellschaftlichen Wohlstand ist. In begleitenden Schüleraufträgen im fächerverbindenden Unterricht untersuchen die Schüler die Entwicklung von Metallurgie, Technologie und Umweltschutz bei der Stahlproduktion. Sie tragen mit ihren Projektergebnissen und der öffentlichen Präsentation wesentlich dazu bei, dass geschichtliche Lücken geschlossen werden, die Akzeptanz für ein Stahlwerk innerhalb der Stadt bei der Bevölkerung steigt und das sich bei Jugendlichen die Bereitschaft für eine duale Berufsausbildung erhöht.      

Ziel ist es, auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft die jungen Menschen auch auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes und die Zusammenarbeit mit Menschen der europäischen Länder vorzubereiten. Die Fähigkeit sich auf nationale Besonderheiten anderer Länder einstellen zu können, erfordert die Sensibilisierung für die Kultur und die Lebenswelten in Europa. Die Schüler des Beruflichen Gymnasiums am BSZ für Technik und Wirtschaft Riesa und die Gymnasiasten des IIS LUIGI CEREBOTANI Lonato haben ihre bisherigen Lebenserfahrungen meist im nationalen Rahmen gesammelt. Das Projekt soll die ersten Kontakte mit den Partnerländern aufgreifen und in eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen überführen. Ein weiteres Ziel ist es, durch einen fächerverbindenden, kommunikativen (fremdsprachlich und medientechnisch) sowie interkulturellen Ansatz die Schüler für die europäischen Herausforderungen zu sensibilisieren und sie befähigen, europaweit zu agieren. Die gewählte Thematik knüpft an die Lebenswelt und die Erfahrungen der Schüler in ihrer Region an, schärft ihre Sichtweise beim Erkennen geschichtlicher Zusammenhänge und die Einordnung in aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Das exemplarische Wissen über kulturelle und wirtschaftliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede wird die Schüler befähigen, sich stärker mit wirtschaftlich-technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Die Schüler beider Schulen vertiefen ihre Kompetenzen in der Anwendung der Arbeitssprache Englisch sowie in der Nutzung moderner Medien- und Kommunikationstechnik.